Die Mammut-WM in Nordamerika mit ihren 48 Teams hat direkt in der ersten Runde einiges an Drama geliefert. Während Co-Gastgeber Mexiko das Turnier im vollen Aztekenstadion mit einem emotionalen 2:0 gegen Südafrika eröffnete, legten die USA kurz darauf in Los Angeles mit einem souveränen 4:1 gegen Paraguay nach. Kanada musste sich zum Auftakt dagegen mit einem 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina begnügen.
Für das absolute Offensivfeuerwerk sorgte jedoch die deutsche Nationalmannschaft: Gegen den Außenseiter Curaçao gab es ein sattes 7:1 für das Team von Julian Nagelsmann. Auch die Skandinavier zeigten sich in extremer Torlaune: Schweden fegte Tunesien mit 5:1 vom Platz, und Norwegen schoss den Irak deutlich mit 4:1 ab. England bezwang Kroatien in einem packenden Schlagabtausch mit 4:2, Frankreich holte ein verdientes 3:1 gegen den Senegal, und Weltmeister Argentinien erledigte die Pflichtaufgabe gegen Algerien locker mit 3:0. Kolumbien und Österreich starteten ebenfalls mit jeweils einem 3:1-Sieg gegen Usbekistan beziehungsweise Jordanien ins Turnier. Abgerundet wurden die Dreier durch ein knappes 2:1 von Südkorea gegen Tschechien sowie drei minimalistische 1:0-Siege von Ghana gegen Panama, der Elfenbeinküste gegen Ecuador und Schottland gegen Haiti.
Die echten Überraschungen spielten sich bei den Favoriten ab, die unerwartet Punkte liegen ließen. Spanien kam gegen ein zähes Kap Verde nicht über ein mageres 0:0 hinaus. Auch Brasilien stolperte direkt zum Auftakt und trennte sich 1:1 von Marokko. Die Niederlande retteten nach einem harten Kampf ein 2:2 gegen Japan, während Belgien gegen Ägypten und Portugal gegen die DR Kongo jeweils nur ein enttäuschendes 1:1 holten. Die Partien zwischen Katar und der Schweiz (1:1), dem Iran und Neuseeland (2:2) sowie Saudi-Arabien und Uruguay (1:1) zeigten ebenfalls, wie eng das Feld bei dieser WM zusammenliegt.
Nach dieser ersten Runde ist in den Gruppen wegen der vielen Remis noch alles komplett offen. Der zweite Spieltag läuft bereits!